Kongress Länderrisiken 2010

29. April 2010 Rheingoldhalle Mainz

Perspektiven für die Außenwirtschaft
Coface-Ceo Cazes zu Ratings
Wer finanziert den Aufschwung?
Wirtschaftsfaktor Fußball
Impressionen Kongress 2010

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Kurt Beck

"Perspektiven für die deutsche Auβenwirtschaft"

Grußwort des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, hier als PDF herunterladen.

Spielraum nutzen! - Rückblick auf den Kongress Länderrisiken 2010

Die Weltwirtschaft kommt aus einem tiefen Nachfragetal. Trotz erster Anzeichen einer Konjunkturerholung stehen die Märkte vor großen Herausforderungen. Wer finanziert den Aufschwung, war denn auch ein beherrschendes Thema auf dem Kongress Länderrisiken 2010 von Coface Deutschland. Eine weitere wichtige Frage: Wie hoch sind die Risiken? "Wir werden weiter mit großen Problemen zu tun haben", sagte Franz J. Michel in seiner Eingangsrede vor über 500 Teilnehmern. "Zusätzlich zum Risiko von Forderungsausfällen müssen sich die Unternehmen auf der Finanzierungsseite auf Probleme einstellen. Viele Banken stehen weiter vor eigenen Problemen," so der Vorstandsvorsitzende von Coface Deutschland.


Was die Risikoseite angeht, stellte Vorstandsmitglied Norbert Langenbach in seinem Bericht zu den Länderrisiken fest, dass sich auch in Deutschland bedingt durch den rasanten Einbruch des Exportgeschäfts die Zahlungsausfälle im ersten Halbjahr 2009 verdoppelt hätten. Zwar hätte sich besonders gegen Jahresende die Zahlungsmoral der Unternehmen wieder verbessert, doch seien die Ausfälle und Verzögerungen in vielen Ländern weiterhin ausgesprochen hoch.


Jérôme Cazes forderte in seiner Rede und in der folgenden Paneldiskussion zur Exportdeckung eine strengere Regulierung der Finanzindustrie, um die Realwirtschaft zu schützen. Die Größe von Investmentbanken müsse verringert werden, betonte der Coface-CEO. Zudem müssten nicht die Ratingagenturen, sondern die Ratings selbst stärker überwacht werden.


Experten aus Wirtschaft und Politik beleuchteten die veränderten Rahmenbedingungen und diskutierten die Perspektiven der deutschen Außenwirtschaft ebenso wie die Rolle des Staates. Ein Fokus lag dabei auf den Chancen, die mit dem weltweiten Umbau der Ressourcennutzung verbunden sind. "Wir müssen die erneuerbaren Energien weiter ausbauen und technologisch voranbringen", sagte Professor Klaus Töpfer in seiner Keynote. "Die deutsche Wirtschaft hat sehr gute Voraussetzungen, damit neue Märkte zu erschließen", befand der Ex-Bundesumweltminister und jetzige Direktor des Potsdamer Instituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit, und war sich damit mit der Expertenrunde des Panels "Paradigmenwechsel - ökologische Herausforderung als Wachstumstreiber für die Wirtschaft" einig: Green Tech sei die Leittechnologie eines neuen Entwicklungszyklus der Weltwirtschaft.

Zahlreiche Workshops gaben vielfältige Gelegenheit, mit Fachleuten und anderen Unternehmern die konkrete Lage für eine Geschäftstätigkeit in bestimmten Ländern wie den BRIC-Staaten sowie über generelle Themen zu diskutieren. Hier ging es unter anderem um die Liquiditätssteuerung im Auslandsgeschäft, den Umgang mit Lieferantenrisiken und interne Ratings als Bestandteil des eigenen Risikomanagements.

Eine ausführliche Berichterstattung zu den einzelnen Programmpunkten gibt es hier.

Die Veranstaltungspartner:

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