SAVE THE DATE 12. Mai 2022 - Halle 45, Mainz
Der Coface Kongress Länderrisiken ist eine der führenden Veranstaltungen zum Risikomanagement in Deutschland und findet seit 2007 mit durchschnittlich 500 Teilnehmern einmal im Jahr in Mainz statt. Er wird von Coface in Deutschland sowie weiteren namhaften Partnern veranstaltet.
Die Konferenz richtet sich an Risikomanager und Exportverantwortliche kleiner, mittlerer und großer Unternehmen. Zielgruppe sind auch Berater aus Verbänden und Kammern sowie Finanzierungs- und Risikoexperten von Kreditinstituten.

DIE WICHTIGSTEN TRENDS FÜR DIE WELTWIRTSCHAFT 2022

Perspektiven für die deutsche Außenwirtschaft

Zum inzwischen 16. Mal tauschen sich am 12. Mai 2022 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über aktuelle Themen und Trends im Außenhandel aus.

Live aus der Halle 45, Mainz!

Politökonomin, Nachhaltigkeitsexpertin und Transformationsforscherin
Prof. Dr. Maja Göpel - Keynote Speakerin
Foto: Anja Weber

UNSER THEMA 2022: Klima, Krisen, Katastrophen – auf welche Risiken die Wirtschaft jetzt reagieren muss

Unwetterkatastrophen, Lieferengpässe, explodierende Rohstoffpreise, politische Unwägbarkeiten und dann noch die Pandemie – so sieht aktuell die Realität aus. Ein Schock jagt den nächsten, die Risiken steigen. Die Welt wirkt wie aus den Fugen geraten.

Was bedeutet das für die Gesellschaft und den Einzelnen? Wie muss die Wirtschaft auf diese Verwerfungen und die Unplanbarkeit reagieren? Wie gehen Unternehmer mit dieser volatilen Risikosituation um? Was muss jetzt getan werden, damit die Folgen und Risiken des Klimawandels kontrollierbar bleiben? Wo müssen Investitionen stattfinden und wie gestalten wir gemeinsam eine sichere Zukunft?

Denkanstöße und Antworten auf diese Fragen liefert der Coface Kongress Länderrisiken 2022. Wir diskutieren mit namhaften Experten, welche Wege aus der Krise führen können und wie weitere (Klima)Katastrophen verhindert werden.

Anmeldung zur Veranstaltung

Programm

16. Coface-Kongress Länderrisiken 2022: Klima, Krisen, Katastrophen – auf welche Risiken die Wirtschaft jetzt reagieren muss

Programmüberblick folgt ca. Anfang 2022.

Unter anderem mit ...

Isabelle Körner, Moderatorin, n-tv

Isabelle Körner gehört seit Ende 2004 zum Team von n-tv, wo sie sowohl Wirtschafts- als auch Nachrichtensendungen moderiert. Zudem ist sie auch als Reporterin immer wieder im Einsatz. Sie berichtete in den vergangenen Jahren zum Beispiel live vom G-20-Finanzgipfel in London, vom Weltwirtschaftsforum in Davos und von der Internationalen Funkausstellung. Im US-Wahljahr 2012 gehörte sie zum US-Kompetenzteam von n-tv, CNN und der Welt. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten hat sie zunächst als Redakteurin für das Wirtschaftsmagazin DM gearbeitet. Anschließend ging sie für den damals neu gegründeten Nachrichtensender N24 als Wirtschaftsmoderatorin auf Sendung. Später war sie für die Nachrichtenagentur Reuters tätig, bei der sie unter anderem auch als Reuters Business Correspondent für die BBC World eingesetzt war.

Foto: Bertelsmann

Politökonomin, Nachhaltigkeitsexpertin und Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel

Die Transformationsforscherin, Politikökonomin und Nachhaltigkeitsautorin verbindet in ihrer Arbeit Theorie und Praxis. So arbeitete sie bereits parallel zu ihrem Diplom als Medienwirtin und der Promotion in Politischer Ökonomie mit NGOs zu den Themen Welthandel, Klimawandel und Nachhaltige Entwicklung. Dabei ging es immer darum, Umweltthemen mit denen sozialer Gerechtigkeit und Teilhabe an gesellschaftlicher Entwicklung zu verbinden.

Basierend auf der humanistischen Vision lernender Gesellschaften wünscht sich Maja Göpel mehr Transparenz über Wertentscheidungen und Grundannahmen hinter wissenschaftlichen Modellen, insbesondere bei ökonomischen Kosten-Nutzen-Kalkulationen. Ein Prinzip, dass sie sowohl in der Lehre an der Leuphana Universität Lüneburg, als Mitgründerin und Councillerin des World Future Councils und Leiterin des Berliner Büros des Wuppertal Instituts in die Transformationsforschung eingebracht hat.

Als Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen (WBGU) und vor allem seit der Gründung des Netzwerkes Scientists4Future 2019 war und ist Maja Göpel die zentrale Stimme an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft: Mit ihrem Bestseller Unsere Welt Neu Denken (2020) erreicht und inspiriert sie viele Menschen und ist zudem regelmäßig als Expertin für nachhaltig ausgerichtetes Wirtschaften in Funk und Fernsehen zu Gast. Maja Göpel ist unter anderem Mitglied des Club of Rome.

Foto: Anja Weber

Coface Kongress Länderrisiken 2021 | Aftermovie

Der Kongress. Immer anders, aber immer spannend

Jean Claude Juncker, Prof. Günter Verheugen, Prof. Max Otte, Dietmar Dahmen, Prof. Armin Nassehi … Die Liste der prominenten Keynote-Speaker beim Kongress Länderrisiken ist lang. Dabei setzen wir nicht primär auf „Promis“. Im Mittelpunkt steht die Expertise aus verschiedenen Bereichen der Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. So ergeben sich Blicke aus verschiedenen Perspektiven auf die aktuellen Entwicklungen der Weltwirtschaft. Auf die jeweils aktuellen Entwicklungen, muss es besser heißen. Denn die Themen ändern sich oder konstante Themenaspekte verändern sich. Im Mittelpunkt steht für Coface immer das Spannungsfeld von Chancen und Risiken. Und dieses Spannungsfeld war bisher immer spannend bei den Kongressen Länderrisiken. Ein notwendigerweise unvollständiger Rückblick.

2019 - Business is Fightclub

Wirtschaft, Unternehmen: Das ist permanenter Kampf. Sagt Dietmar Dahmen. Der Chief Innovation Officer der ecx international GmbH sensibilisierte und motivierte als Keynote-Speaker 2019 die Zuhörer dafür, den Blick nach draußen zu richten. Denn von da komme der Angriff, der Unternehmen in Atemnot bringen oder ausknocken könne. „Und wenn nur ein Teil hart genug getroffen wird, fliegt vielleicht das ganze Unternehmen auseinander.“ Um von Entwicklungsschritten, die in vielen Bereichen erfolgten oder sich abzeichneten, nicht abgehängt oder überrollt zu werden, gibt es für Dietmar Dahmen nur eine Richtung: umdenken, neu denken, neue Geschäftsmodelle und Businesssysteme finden. „Immer in Bewegung bleiben“, fordert Dietmar Dahmen und rennt über die Bühne: Fortschritt, nicht Stillstand. „Um beim Fortschritt mitzukommen, müssen Sie aktiv werden und erst mal einen Fuß heben und dann rennen.“

2018 - Brexit: Komplexe Gemengelage

„Wird Großbritannien die selbst gezogenen roten Linien doch noch ausradieren müssen?“, fragte Moderator Carsten Knop (FAZ) mit Bezug auf die von Dirk H. Kranen (Referatsleiter im Bundesministerium der Finanzen) zuvor in der Keynote genannten Probleme für eine Folgevereinbarung mit der EU. „Genau das ist die innenpolitische Diskussion in Großbritannien“, sagte Dirk H. Kranen. „Das Land ist gespalten. Das Volk hatte die Handelspolitik beim Referendum nicht im Kopf.“ So hatte Dirk H. Kranen beim Kongress 2018 persönlich noch die leise Hoffnung, „dass es sich Großbritannien doch noch einmal überlegt, wenn alles ausverhandelt ist“. Die Mehrheit im Saal sah das nicht so. Bei einem Voting über die Kongress-App sagten 88 Prozent: Der Brexit kommt!

2017 - Neuer Auftrag für Europa

„Der Dialog zwischen Politik und Wirtschaft ist so wichtig wie noch nie.“ Dr. Daniela Schwarzer rief beim Kongress Länderrisiken 2017 zu Besonnenheit und verstärkten Anstrengungen zugleich auf. Denn aus europäischer Sicht erwüchsen aus der Politik des US-Präsidenten Donald Trump „definitiv viele Risiken mit potenziell hohem Schadenwert“, sagte die Otto-Wolff-Direktorin des Forschungsinstituts der DGAP. Mit den neuen Unsicherheiten und einer sich verändernden globalen Wirtschaftsordnung erwachse für Europa aber ein wichtiger neuer Auftrag. Das Wertebündnis mit den USA sei zwar nicht aufgehoben, in der Realpolitik veränderten sich aber die Orientierungspunkte, wenn Trump die NATO, die UNO und Handelsabkommen infrage stelle und Partner verbal angreife. „Die EU muss sich im Inneren stärken“, sagte Dr. Daniela Schwarzer. Unabdingbar sei es, die Währungsunion weiter zu stabilisieren: „Der Euro und der Binnenmarkt sind grundlegend für die Zukunft der EU.“

2016 - Risiken kennen und meistern

Welche Risiken sind relevant? Und wie gehen wir mit Ihnen um? Diese Kernfragen des Risikomanagements haben sich im Laufe der Zeit zwar nicht verändert. Ihre Inhalte verändern sich allerdings stetig. „Risiko“ bedeutet aber nicht das Aus für Geschäftsmöglichkeiten. Das wurde beim Kongress Länderrisiken 2016 einmal mehr deutlich. „Man kann auch in Ländern mit einer schlechteren Bewertung gute Geschäfte machen und in Ländern mit einer guten Einstufung Schäden erleiden“, lenkte Jochen Böhm, Regional Underwriting Director bei Coface, den Blick auf die möglichen Chancen – trotz Risiken. In der Keynote und im Aufttaktpanel erörterten Professor Roland Franz Erben und Unternehmensvertreter die Risikovielfalt. Dabei machte er deutlich, dass es eigentlich unmöglich sei, die heutige Komplexität voll zu durchschauen. Die „unbekannte Unbekannte“ sei in den Risikomodellen eben nicht zu kalkulieren, sagte Prof. Erben, der an der Hochschule für Technik in Stuttgart Wirtschaftspsychologie lehrt.

2015 - Die Datenflut bewältigen

„Der Handel war immer schon die verbindende Kraft über unterschiedliche Kulturen hinweg“, sagte Professor Armin Nassehi. Der Keynote-Speaker des Kongresses 2015 stellte dabei eine interessante Gegenläufigkeit fest, die sich heute im Zeitalter von Digitalisierung, Big Data und Industrie 4.0 wieder zeige. Hier die Globalisierung der Informationswelt und Wirtschaft, da erkennbare Bestrebungen zur Regionalisierung, etwa durch Protektionismus. Hier die Informationsflut in Echtzeit, da die Reduktion der Komplexität mit der Folge von Vertrauen als Entscheidungskriterium. „In komplexen Situationen neigen wir zu starker Vereinfachung“, sagte der Soziologe von der Ludwig-Maximilians-Universität München. So gewinne das Vertrauen an Bedeutung. „Vertrauen heißt vieles auszublenden. Das ist der analoge Blick auf die komplexe digitale Realität.“ Von daher müsse die Frage „neuer Nationalismus oder digitale Weltgesellschaft“ mit einem „und“ beantwortet werden.

2014 - EU: Anspruch und Wirklichkeit

Vertrauensverlust, keine Dynamik in der Integration, offensichtliche Interessengegensätze, wachsende Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Er malte kein sonderlich positives Bild von der aktuellen Verfassung der EU. Dabei war er einer ihrer programmatischen Treiber und einer Ihrer Spitzenpolitiker. Und an seiner positiven Grundeinstellung zu Europa – „das übrigens mehr ist als die EU“ – ließ Prof. Günter Verheugen, früherer Vizepräsident der EU-Kommission, heute Honorarprofessor an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder, auch keinen Zweifel. Aber: „Bürokratiemonster, Technokraten, Geldverschwendung – wer denkt da nicht an die EU?“, fragte Prof. Verheugen beim Kongress 2014. Auf der geopolitischen Ebene sieht Prof. Verheugen die EU in Krisen nicht wirklich handlungsfähig, im Gegensatz zu den USA, die ihre Führungsrolle unterstrichen. „Wir brauchen außen- und sicherheitspolitische Instrumente auf EU-Ebene, inklusive europäischer Streitkräfte.“ Allerdings würden außenpolitische Ziele Europas immer wieder von kurzfristigen innenpolitischen Zielen in den Staaten konterkariert.